Einen Courbet verloren, einen Daubigny gewonnen

Bis März 2015 widmete sich die Neue Pinakothek in München einem Gemälde, dessen überraschende und spannende Geschichte schon fast als Kunst-Krimi bezeichnet werden könnte. Die Ausstellung »Courbet > Daubigny – Das Rätsel der Schleuse im Tal von Optevoz« dokumentierte, welche erstaunlichen Eingriffe und Manipulationen das um 1855 entstandene Landschaftsbild noch im 19. Jahrhundert über sich ergehen lassen musste.

1909 als vermeintliches Werk des Franzosen Gustave Courbet von der Neuen Pinakothek angekauft, hing das Gemälde jahrzehntelang in der Dauerausstellung, bis in den 1990er Jahren erste Zweifel an der Urheberschaft aufkamen. Ab 2011 konnte dank gründlicher Untersuchungen und einer umfassenden Restaurierung nachgewiesen werden, dass nicht Courbet, sondern dessen damals berühmterer Zeitgenosse Charles-François Daubigny (1817–1877) als Schöpfer des Bildes anzusehen ist.



 

Gestaltung des Mobiliars, Gestaltung und Produktion der Wandtafeln und Objektbeschriftungen.



 

Bayerische Staatsgemäldesammlungen

 

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